Ungewissheit schlecht zu ertragen

Kreisauskunftsbüro leistet wertvolle Hilfe beim 36. Baden-Marathon in Karlsruhe

Es ist kurz nach 7:00 Uhr am 23. September, einem Sonntag. Trifft sich das Kreisauskunftsbüro an der Sammelstelle DRK Ausbildungszentrum in Grötzingen um die Anfahrt an die Veranstaltung des 36. Baden-Marathon an der Europahalle Karlsruhe zu unterstützen. Die Hauptläufe Marathon/Halbmarathon und TeamMarathon starten um 9:30 vor der Europahalle Karlsruhe. Man kann die Anspannung der Teilnehmer von ca. 7000 Profi- und Hobbysportler förmlich spüren und sind motiviert, aufgeregt und wollen nur schnell loslegen. Nicht nur für die teilnehmenden Sportler und Besucher jedes Mal eine Herausforderung. Auch die eingesetzten Bereitschaften aus den unterschiedlichen Ortsverbänden DRK, ASB, Malteser, Johanniter und vom DRK Kreisverband das Kreisauskunftsbüro Karlsruhe hatten mit der Versorgung der Sportler und Besucher zu tun.

Kreisauskunftsbüro (KAB) KV Karlsruhe e.V. unterstützten die Veranstaltung mit einem Suchdienstservice für Angehörige. Die Daten von fast ca. 7000 Sportlerinnen und Sportlern, die im Zielbereich Carl-Kaufmann-Stadion von Sanitätern und Notärzten im Medical Center behandelt wurden, wurden in die Suchdienst-Software Xenios eingepflegt, um bei Anfragen von Angehörigen den Verbleib der Betroffenen Person entsprechend Auskunft erteilen zu können. Genauso können Besucher einen Suchantrag beim KAB aufgegeben, um einen Angehörigen oder Freund zu suchen.

Der Arbeitsablauf im KAB bei diesem Einsatz entsprach dem allgemeinen Ablauf, der auch im Falle von Katastrophen, Großschadenereignissen und Terroranschlägen zum Tragen kommt. Um die vier Suchanfragen – die größtenteils persönlich über die Helfer des Kreisauskunftsbüros liefen, hatten die KAB-Helfer zu bewältigen, und nach einem Datenabgleich in Xenios und einem Einblick in das Rennverfolgungssystem des Veranstalters konnte der größte Teil der Anfragen geklärt werden. Zwei Angehörige der Familienmitglieder konnten sich selbstständig wiederfinden.

Die Arbeit des KAB ist nicht nur reine Bürokratie. „Menschen in Extremsituationen sind auch psychisch extrem belastet“, d.h. oft werden die Angehörigen des Teilnehmers oder Läufer vergessen, die keine Sanitätsversorgung in Anspruch nehmen bzw. brauchen, sondern wissen möchten, ob diese sicher und gesund im Ziel angekommen sind oder ihren Staffelpartner ablösen können – hierzu unser Leitsatz: „Ungewissheit über den Verbleib eines lieben Menschen ist genauso schwer zu ertragen wie physisches Leid“.

DRK bedeutet nicht nur Sanitätseinsätze, sondern auch die Betreuung und die Familienzusammenführung ist eine bedeutsame Stärke im Deutschen Roten Kreuz, wo sich der KV Karlsruhe einsetzt.

Wer Interesse hat im Kreisauskunftsbüro aktiv zur Familienzusammenführung mit beizutragen ist herzlich willkommen und kann sich gerne bei marleen.huster@drk.karlsruhe.de oder manfred.tezky@drk-karlsruhe.de melden.“

(Text KAB Karlsruhe)

Kontakt

DRK Kreisverband Karlsruhe e.V.
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